Haptisch augmentiertes und ortsunabhängiges Training evaluiert

Im Rahmen des Projektes ViTAWiN wurde im November eine Reihe von Evaluationen, die im September begonnen hatte, erfolgreich abgeschlossen. In diesen Monaten haben das Fraunhofer IESE und die Hochschule Hannover die Bildungspartner des Konsortiums besucht. Lehrende und Lernende der Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen in Hannover, des Malteser Hilfsdiensts in Wetzlar und des Hanse Instituts Oldenburg haben den neuesten Prototypen evaluiert. Die Auszubildenden zum Notfallsanitäter bzw. zur Notfallsanitäterin und die Teilnehmenden der Weiterbildung zur Notfallpflege konnten sich gemeinsam virtuell in einem Raum treffen, obwohl sie sich an unterschiedlichen Standorten in Deutschland befanden. Außerdem konnten sie eine Simulationspuppe ertasten und dabei mit dem virtuellen Patienten interagieren.

Mithilfe dieser Evaluationen wurden medientechnische und -didaktische Forschungsfragen untersucht, die in die letzte Phase des Entwicklungsprozesses einfließen werden. Alle Teilnehmenden zeigten sich begeistert über die neue Technologie und viele äußerten Interesse daran, in Zukunft mit diesem Prototyp weiter zu trainieren.

ViTAWiN beim 5. Niedersächsischen Digitalgipfel vertreten

Die Ärztekammer Niedersachsen und die Hochschule Hannover veranstalteten am 24.11.2021 den 5. Niedersächsischen Digitalgipfel Gesundheit. Bei diesem Event führten unterschiedliche Expertinnen und Experten interessante Diskussionen über das Thema „Digitalisierung: Booster oder Kollaps für das öffentliche Gesundheitswesen?“.

Das Projekt ViTAWiN wurde dabei durch Dr. Guillermo Carbonell vertreten, der sich im Rahmen einer gemeinsamen Podiumsdiskussion mit Dr. med. Martina Wenker (Ärztekammer Niedersachsen), Dr. med. Marion Charlotte Renneberg (Ärztekammer Niedersachsen), Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel (Universität Bayreuth), Dirk Engelmann (TK-Landesvertretung) und Dr. med. Fabian Feil (NLGA) über die Digitalisierung in der Praxis und Gamification in der medizinischen Ausbildung austauschte. Außerdem stellte Dr. Carbonell das Projekt mit dem Vortrag „ViTAWiN – Interprofessionelles Notfalltraining mit Mixed Reality“ vor.

Zu den Videos auf YouTube:

ViTAWiN gewinnt zum zweiten Mal Preis für bestes Poster auf der InSim

Letztes Jahr wurde bereits ein Poster des ViTAWiN-Projekts im Rahmen des virtuell ausgerichteten interdisziplinären Symposiums zur Simulation in der Medizin als bestes Poster in der Kategorie „Wissenschaftliche Arbeit“ ausgezeichnet. Dieses Jahr, am 01.10.20121, wurde das Poster in der Kategorie „Praxisorientierte Arbeit“ zum zweiten Mal prämiert. Der Fokus lag hierbei auf der Veranschaulichung des Szenarios sowie den wichtigsten Erkenntnissen aus Evaluationen.

ViTAWiN-Publikation im Rahmen der SeGAH 2021

Im Rahmen der SeGAH-Konferenz (International Conference on Serious Games and Applications for Health) vom 4.-6. August 2021 wird Prof. Dr. Jonas Schild das zur Veröffentlichung angenommene Paper „ViTAWiN – Developing Multiprofessional Medical Emergency Training with Mixed Reality“ präsentieren.

Abstract der Publikation:

Multi-user Virtual Reality (VR) has shown potential to provide a secure and collaborative environment for medical emergency training. The actual implementation and effective use of such technology depends on ergonomic (e.g., presence, usability) factors as well as solving challenges concerning the integration into existing training environments and multiple medical professions. This paper explores on how to extend a virtual training environment while addressing two professional groups, i.e., paramedics and emergency nurses. In an iterative and interdisciplinary development case we report on how a comprehensive user-centered requirements analysis leads to the design of multiprofessional medical scenarios applied to an extended VR prototype. A user study with 30 paramedic students and 4 nursing trainees indicates adequate functionality with good usability and confirms effectiveness of our process. Based on our findings we propose a future research agenda concerning social and haptic interactions between trainees and patients for interprofessional medical mixed reality (MR) training.

Siebtes Konsortialtreffen in der virtuellen Realität

Wieder einmal fand das Treffen aufgrund der pandemischen Situation in TriCAT Spaces statt. Für das ViTAWiN-Konsortium war dies ein besonders wichtiges Event, da im Herbst 2021 die letzte große Evaluation stattfinden soll. Es wurden die bereits abgeschlossenen Konzepte vorgestellt sowie letzte essenzielle Funktionen besprochen, bevor der Prototyp nun in die nächste Entwicklungsphase geht. Die Tests beginnen im Sommer.

ViTAWiN nimmt an BMBF-Roadshow teil

Am 20. Mai 2021 wurde das Projekt im Rahmen der BMBF-Roadshow “Digitale Medien im Ausbildungsalltag” in TriCAT Spaces vorgestellt. Die Teilnehmer*innen kamen vor allem aus den Bereichen Medizin, Didaktik und beruflicher Bildung. Nach einer kurzen Vorstellung des Rahmenprogramms Qualifizierungdigital des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB), Frau Garcia-Wülfing, wurde das Projekt ViTAWiN präsentiert. Der Fokus lag auf der Veranschaulichung des multiprofessionellen Trainings aus Notfallrettung und Notfallpflege anhand zweier Demo-Videos. Dabei wurde zum einen ein haptisch augmentierter Prototyp gezeigt, in welchem Symptome und Emotionen mit einer haptischen Trainingspuppe technisch vereint wurden. Zum anderen wurde ein vernetztes Training über einen Desktop-Client dargestellt.

Der zweite Teil der Roadshow beinhaltete einen Workshop, wobei die Teilnehmer*innen in drei Gruppen aufgeteilt wurden. Die Themen umfassten die Realitätsnähe der Simulation, die Investitionsbereitschaft sowie die Chancen zur curricularen Einbindung. Die hierbei durch die aktiven Beiträge der Teilnehmenden entstandenen Diskussionen sind für die weitere Entwicklung des Projekts äußerst relevant. Es erfolgten interessante Anmerkungen in Hinblick auf Stressoren innerhalb der Anwendung als auch in Bezug auf die Kosten- und Nutzenabwägung. Auch die Art und Weise, wie das Produkt letztendlich in die Lehre eingebunden werden soll, sollte nach Meinung einiger Teilnehmer vielfältig diskutiert werden. Diese und weitere Anregungen bringen das Projekt voran und sollten im Verlauf weiter untersucht werden.

Die Folien sind hier bereitgestellt. Das ViTAWiN-Konsortium bedankt sich bei allen Beteiligten für die Mitwirkung.

ViTAWiN-Workshop am 20.05.2021 im Rahmen der BMBF-Roadshow „Digitale Medien im Ausbildungsalltag“

Am 20.05.2021 findet im Rahmen der BMBF-Roadshow „Digitale Medien im Ausbildungsalltag“ ein Online-Workshop zum ViTAWiN-Projekt statt.

Der Workshop gewährt einen Einblick in die Kooperation des interdisziplinären und interprofessionellen Projektkonsortiums. Eigene Erfahrungen können in einer virtuellen Welt gesammelt und reflektiert werden.

Alle weiteren Informationen zum Workshop sind unter folgendem Link zu finden: https://www.qualifizierungdigital.de/de/online-workshop-vitawin-6748.php

Haptische Augmentierung: Demo-Video

Das Video demonstriert den aktuellen Zwischenstand der Tracking-Technologie der Forschungsgruppe „Interactive Reality Experiences“ (IREX) von Prof. Dr. Jonas Schild, Hochschule Hannover.

Einer der zentralen Aspekte des ViTAWiN-Projekts ist die haptische Augmentierung, also die Integration einer physisch anwesenden Simulationspuppe und die dadurch ermöglichte haptische Interaktion mit dem virtuellen Patienten. Zusammen mit der Emotionsdarstellung von Schmerzen oder Angst wird die Behandlung des virtuellen Patienten auf eine neue Stufe gehoben.

Wie im Video zu sehen ist, zeigt der Patient anfangs starke Schmerzen. Sobald ein Schmerzmittel über eine Spritze verabreicht wird, reagiert er mit ängstlichen Emotionen. Nach Gabe des Analgetikums ändert sich sein Zustand in einen neutralen Modus. Zu Demonstrationszwecken werden die starken Schmerzen wieder ausgelöst, sobald die verbrannten Hautstellen und Wunden berührt werden.

Derzeit wird an der Darstellung weiterer Emotionen gearbeitet und zudem das Tracking der Puppe über das Valve Index HMD weiter verbessert. Die Forschung an sozialen Interaktionsmöglichkeiten über Berührung, Nähe oder auch Blickkontakt stehen derzeit im Vordergrund. Es soll zukünftig möglich sein, durch beruhigende Berührungen an der Schulter oder Wange des Patienten beispielsweise dessen Angstempfindung zu minimieren und dies sichtbar darzustellen. Ziel ist es, den Lernenden der Notfallsanitäter*innen und Notfallpflegenden ein wirklichkeitsnahes Szenario zu bieten.

ViTAWiN mit virtuellem Workshop auf der eQualification 2021

Das Konsortium des ViTAWiN-Projekts bot am 01. und 02. März in TriCAT spaces einen virtuellen Workshop für die Teilnehmenden der eQualification 2021 an. Der Workshop zielte darauf ab, den Teilnehmenden die Möglichkeit zu geben, in einer virtuellen Welt zu interagieren und diese zu erkunden. Hierdurch wurde die Reflexion über die digitale Transformation am Arbeitsplatz und an Bildungseinrichtungen vorangebracht.

Nach einer Demo über die interprofessionelle Zusammenarbeit in virtuellen Welten teilten sich die Teilnehmenden in Gruppen auf und tauschten sich über folgende Themen aus: Interprofessionalität, medizinische Anwendungen, Gamification und die Exploration weiterer Anwendungen. Danach fassten die Teilnehmenden die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen zusammen.

Virtuelle eQualification 2021: Trotz der ungewohnten Bedingungen fand zwischen den Projekten ein intensiver Austausch über digitale Medien in der beruflichen Bildung statt. In einem vollständig virtuellen Format konnten Teilnehmende der Statuskonferenz Vorträge und Projektausstellungen besuchen und an Workshops teilnehmen.